Biographie

Seit ihrer Gründung im Jahre 2002 gelten Minerve in der Electropop-Szene als Geheimtip. Ihre Demos sprachen bereits für sich, denn hier harmonierten die Streicherflächen, Synthiesounds und Loops von Keyboarder Mathias Thürk mit der zart anmutenden und doch kraftvollen Stimme von Sänger Daniel Wollatz so, als wäre es genial einfach den Nerv der Zeit zu treffen. Die Summe dieser einzelnen Elemente bildet bis heute das musikalische Gesamtbild der Band und ermöglicht es beiden Musikern sich individuell und ergebnisorientiert in die kreative Arbeit bei Minerve einzubringen.

 

Nach intensiver Arbeit im Studio veröffentlichte die Band im Mai 2004 ihr langerwartetes Debütalbum namens “Breathing Avenue” [bestellen bei Cede.ch] Nicht nur Freunde und Fans sondern vor allem viele Kritiker bescheinigten der Band in diversen Rezensionen, dass ihr Album“eines der besten Synthiepop Alben seit langem“ (depechemode.de) war.

 

Mit der Veröffentlichung des zweiten Albums “Sensefiction” [bestellen bei Cede.ch] im April 2006 präsentierte sich die Band gereifter, professioneller und mit einem stärkeren Hang zum Pop, als auf ihrem vorhergehenden Machwerk. Dieses Überschreiten bislang selbstgefasster musikalischer Grenzen sorgte bei einigen älteren Fans für Verwirrung und teilweise sogar zur Abkehr von der Band. Dennoch gelang es Minerve mit diesem Album besser denn je den Nerv der Zeit einzufangen und in ihre neuen facettenreicheren Kompositionen einfließen zu lassen. Hierdurch konnten nicht nur eine Vielzahl neuer Fans gewonnen, sondern gleichzeitig die Presse und viele Fans der ersten Stunde überzeugt werden.

 

Die attestierte positive Weiterentwicklung setzte sich auch bei der Umsetzung der Lieder auf der Bühne fort. Hierfür sorgte vor allem die Hinzunahme des Keyboarders und Background Sängers Andreas Wollatz undeines Schlagzeugers, welcher die Band häufiger auf der Bühne unterstützen wird. Den Auftakt der “Sensefiction Tour“ im April 2006 bildete das Konzert beim renommierten Pluswelt Festival VI und führte die Band durch Deutschland, Polen und sogar erstmals nach Russland, Frankreich, Bosnien-Herzegowina und die Slowakei.

 

Mit der im Dezember 2007 veröffentlichten Single “Take me higher" (DAC Charts / Bullet, Platz 22) wurde ein beliebter Liveknaller veröffentlicht. Für die Produktion der Single konnte die Band das deutschen Produzententeam Warp Acht (u.a. Songwriter, Producer, Remixer für Bands wie Alphaville, Camouflage, Joachim Witt, Hubert Kah, Tokio Hotel) gewinnen, was gleichzeitig ein erster vorsichtiger Schritt in Richtung Neuorientierung bedeutete.

 

Nach einer kurzen Pause arbeitet die Band nun zusammen mit Olaf Wollschläger (u.a. Producer / Remixer für Bands wie Yello, Paradise Lost, Sash! And One, Mesh, Melotron u.v.m) an der Fertigstellung des neuen Albums namens “Please“, welches 2010 veröffentlicht und im Rahmen einer umfangreichen Tour auch wieder live präsentiert werden soll.

 

 

Mehr Infos zur Band unter http://www.minerve.de/ sowie http://www.myspace.com/minerveband

 

Minerve erstmals in der Schweiz

Und nun spielen Minerve auch erstmals in der Schweiz. Am 27. Februar performen die drei sympathischen Jungs live in Aarau (Dark Dance Treffen, Flösserplatz).

 

depechemode.ch führte mit Minerve "Mastermind" Mathias Thürk ein kurzes Gespräch. (Siehe Interview unten)

Interview

dm.ch: Mathias, ihr spielt am 27. Februar in Aarau erstmals ein Konzert in der Schweiz. Dabei habt ihr ausserhalb von Deutschland bereits in vielen Ländern gespielt, u.a. in den Niederlanden, Frankreich, Polen, Bosnien-Herzegowina, Bulgarien, Türkei, Russland sowie Ukraine. Wieso dauerte es eigentlich 8 Jahre bis zur Schweiz-Premiere?

 

Mathias: Eine gute Frage *lacht. Ich denke, es lag in erster Linie daran, dass wir die Schweiz bisher nicht so auf unserer musikalischen Landkarte hatten bzw. uns nicht vorstellen konnten, dass es hier viele Fans und Hörer unserer Musik geben würde. Diese Sichtweise änderte sich aber schnell mit meinem berufsbedingten Umzug nach Zürich, dem Kennen lernen der Schweizer Musiklandschaft und der damit verbunden Kontaktaufnahme zu einigen örtlichen Veranstaltern. Wir alle freuen uns schon sehr auf das Konzert in Aarau und hoffen natürlich, dass es nicht das letzte Konzert in der Schweiz sein wird.

 

dm.ch: Für dich als "Wahlschweizer" ist es also endlich auch ein Bandanlass mit kurzer Anreise nach Aarau, während Deine Bandkumpels für einmal den längeren Weg haben. Freust Du dich speziell auf das 11. Dark Dance Treffen in Aarau?

 

Mathias: Wie eben schon kurz erwähnt ist die gesamte Band ziemlich heiss auf das Konzert in Aarau. Gerade weil es eine Premiere ist und weil wir die Möglichkeit haben auch mit unserem neuen Drummer Dave (nein nicht der Dave *lacht) performen zu können. Die Besucher des Festivals können sich also auf eine hochmotivierte Band freuen.

 

dm.ch: Ist die geographische Entfernung Zürich-Berlin eigentlich ein Problem für Minerve oder lässt sich sowas ohne weiteres lösen?

 

Mathias: Die Entfernung ist für die Kommunikation innerhalb der Band und für das Komponieren neuer Songs eigentlich kein grosses Problem, da wir auch vor meinem Umzug bereits so agiert haben – Daniel und Andreas wohnen in Neubrandenburg, ich hingegen wohnte in Berlin. Schwieriger gestalten sich da schon Termine für die gemeinsamen Bandproben in Berlin, das Reisen zu den diversen Konzertorten bzw. zu den Studioaufnahmen in Köln. Aber mittlerweile ist das fast schon Routine und ich ein gern gesehener Gast bei den Billig- Airlines *lacht.

 

dm.ch: Dauern die Studiosessions mehrere Wochen am Stück oder trefft ihr euch immer wieder für kurze Zeit in Berlin?

 

Mathias: Da das Studio in der Nähe von Köln liegt, haben wir uns entschlossen längere Sessions zu planen. Diese gehen meistens über einen Zeitraum von 5-7 Tagen. Wir haben auch festgestellt, dass es uns hierdurch möglich ist, wesentlich konzentrierter und fokussierten an den Songs arbeiten zu können, was man später sicher auch auf dem Album hören wird. In Berlin haben wir damals “nur“ eine Art Vorproduktion gemacht und proben in diesem Studio ab und an für unsere Konzerte.

 

dm.ch: Benutzt ihr auch konventionelle Instrumente wie Gitarren oder ist euer Sound rein elektronisch?

 

Mathias: Der Sound vom Debütalbum “Breathing avenue“ war komplett elektronisch geprägt. Beim zweiten Album “Sensefiction“ waren wir schon etwas mutiger und haben bei einigen Songs zusätzlichen Bass (“My universe“) oder Gitarrensounds (“Sick of you“) durch Ulrich Wentzlau von der Punk-Rock Band “Die Elenden“ einspielen lassen. Für die Produktion des neuen Albums haben wir eigentlich alle Hemmungen über Board geworfen. Daher wird man nun auch wesentlich stärker Elemente aus dem Rockbereich, z.B. echte Drums oder Akustikgitarren aber auch aus dem Dancebreich wahrnehmen können. Bei Konzerten agieren wir allerdings – abgesehen von unserem Drummer – weiterhin komplett elektronisch.

 

dm.ch: In der Szene habt ihr Euch in Deutschland schon mit eurem Debütalbum "Breathing Avenue" einen Namen gemacht. Dann habt ihr wohl auch Leipziger WGT-Erfahrung?

 

Mathias: Oh ja, das ist richtig. Wir hatten 2009 die Möglichkeit auf dem WGT zu spielen und ich glaube es war für alle von uns ein super Erlebnis. Es ist unglaublich wie viele Menschen und auch Bands an diesem Wochenende unterwegs sind und sich dort begegnen. Für uns war es das erste Mal und wir waren sofort vom Vibe und von der Professionalität der gesamten Veranstaltung begeistert. In diesem Zusammenhang muss ich auch mal einen Dank an unsere Booking-Agentur “Massmovement“ los werden, denn die Jungs haben damals dafür gesorgt, dass wir dort spielen konnten und kümmern sich auch sonst rührend um uns.

 

dm.ch: In Ost- und Südosteuropa hattet ihr bereits TV- und Radioauftritte. Welches war für euch das bisherige Band-Highlight?

 

Mathias: Also wenn man es allein auf die Radio- und TV Auftritte beschränkt, dann war sicherlich die Aufzeichnung fürs polnische Fernsehen - wir performten “Clear“ und “High pitched emotions“ - ein Band-Highlight. Wenn man die Frage auf die Konzerte ausweitet, dann war die gesamte Love Traces Tour sicherlich eines der Highlights, da wir hierfür erstmals in der Türkei, Bulgarien, Russland und der Ukraine gastierten.

 

dm.ch: Mit eurem vierten Longplayer seid ihr zurzeit im Studio mit dem bekannten Produzenten Olaf Wollschläger (Anm. der Red: u.a. Producer / Remixer für Bands wie Yello, Paradise Lost, Sash!, And One, Mesh, Melotron u.v.m). Macht ihr etwas vollkommen Neues oder bleibt ihr euerer Linie treu?

 

Mathias: Natürlich erfinden wir das Rad nicht neu, aber ich denke, dass Olaf es geschafft hat uns zu Höchstleistungen zu treiben, was den Songs und letztendlich dem Album hörbar zu Gute gekommen ist. Natürlich wird man immer noch Minerve heraushören – schon allein weil Daniels Stimme einfach markant und unverwechselbar ist – aber ich glaube, wir haben das Spektrum unseres Soundkontextes wesentlich erweitern können. Übrigens: Olaf ist ein sehr grosser Fan der Schweizer Band Yello und hat mit denen sogar mal an einem Remix in deren Studio am Zürichsee gearbeitet. Wer weiss, vielleicht färbt das ja auch auf unser neues Album ab. *lacht

 

dm.ch: Wann darf man mit dem neuen Album "Please" rechnen?

 

Mathias: Oh, du kennst sogar schon den Namen des Album...der war doch noch geheim. *lacht. Nein, ist absolut ok. Aktuell führen wir noch Gespräche mit diversen Labels und so lange diese nicht abgeschlossen sind, können wir auch noch nicht sagen wo und wann das Album veröffentlich werden wird. Aber wir sind da dran...

 

dm.ch: Die Fans vom Dark Dance Treffen in Aarau dürfen also bereits mit zahlreichen "Please"-Tracks rechnen?

 

Mathias: Da wir aber zum ersten Mal in der Schweiz spielen, werden wir vorrangig Songs von allen bisherigen Veröffentlichungen spielen, aber eins zwei neue Songs werden wir sicherlich auch beim Schweizer Publikum testen.

 

dm.ch: Du bist als Komponist so etwas wie der Martin Gore von Minerve. Kommst Du bei Konzertmitte auch für 1-2 Songs ans Mikro oder bleibt dies Sache von Sänger Daniel Wollatz?

 

Mathias: Für den Vergleich mit Herrn Gore werden dich nun vermutlich Millionen Depeche Mode Fans steinigen *lacht. Aber zurück zu deiner Frage. Ich ziehe es eher vor hinter meinen Geräten zu stehen und Tasten zu drücken. Ab und an ein wenig Backgroundgesang ist das Maximum, mehr nicht. Daniel hat eine wunderbare Stimme, ist ein hervorragender Sänger und schon allein deshalb als Frontmann optimal besetzt. Andreas singt bei den Konzerten meistens die zweite Stimme wodurch immer ein toller Harmoniegesang entsteht, welcher die Konzertbesucher fesselt. Meine Stimme ist hierfür leider zu limitiert.

 

dm.ch: Depeche Mode benutzten bei der Aufnahme zu "Playing The Angel" und später zu "Sounds Of The Universe" sehr viele analoge Synthies und sehr viel "Retrotechnik". Wäre dies auch etwas für Minerve?

 

Mathias: Ich kann die Freude an solchen Geräten durchaus nachvollziehen. Auch Olaf Wollschläger hat einige analoge Schätzchen in seinem Studio rumzustehen. Und ab und an kamen die sogar bei der neuen Albumproduktion zum Einsatz. Aber da ich erst sehr spät mit dem Musik machen begonnen habe und daher mehr mit Software-Synthesizern gross geworden bin, kämen solche Geräte nicht zwingend für mich in Frage. Allerdings gibt es da eins zwei Geräte die ich mir durchaus gerne irgendwann noch anschaffen würde. Ebay, ich komme...

 

dm.ch: Wir wünschen euch viel Spass in Aarau und Erfolg mit der neuen Platte "Please" und danken für das Interview.

 

Mathias: Wir danken euch für dieses Interview und hoffen auf viele Besucher unseres Konzertes in Aarau. Und natürlich wünschen wir den Gewinnern der CDs viel Spass beim Hören und den Freikarten-Gewinnern viel Spass beim Konzert.

depechemode.ch