Touring the Angel [Greenfield]

17. Juni 2006 - Greenfield Festival
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Setlist

Intro
A Pain That I'm Used To
John The Revelator
A Question Of Time
Policy Of Truth
Precious
Walking In My Shoes
Suffer Well
Macro
Home
I Want It All
The Sinner In Me
I Feel You
Behind The Wheel
World In My Eyes
Personal Jesus
Enjoy The Silence

1st Encore
Shake the Disease
Just Can't Get Enough
Everything Counts

2nd Encore
Never Let Me Down Again
Good Night Lovers

Fan Berichte

TOI TOI TOI mit Depeche Mode

Erster Festival Auftritt von Depeche Mode in der Schweiz. Der Veranstalter hatte zuvor Landesweit mit einer gigantisch kommerziellen Werbekampage für das Indiependent Open Air im Berner Oberland geworben. Was durfte man also erwarten? 30000 - 40000 Fans? 15000 waren es vielleicht. Einlass, Organisation der Parkplätze und Zufahrtswege sowie das kulinarische Angebot waren am Greenfield absolut Spitze.
Da standen sie also, Reihe an Reihe, hunderte von stinkenden TOI TOI TOI WC Kabinen und davor die Bühne, die allerdings nie und nimmer die Grösse hatte wie die Centralstage von Rock am Ring. Es soll ja genau die Gleiche gewesen sein...Man ahnte es schon bei den Vorbands, die Kugel und die 3 unteren Leinwände fehlten. Ob sie irgendwo auf dem Weg aus Imola am Zoll in Chiasso steckengeblieben ist? ;-)

Der Auftritt und die Soundqualität von Sisters of Mercy ( auf die ich mich gefreut hatte ) vermochten nicht zu überzeugen. Irgendwie konnte man die Melodie erkennen aber die Stimme verstehen auf seiner 15. Best Of Tour seit 1990 - Fehlanzeige. Der Auftritt war nach knapp 50 Minuten auch wieder vorbei. Die Vorfreude auf Placebo war gross. Punkt 20.30 Uhr als Brian und Co. die Bühne stürmten, begann es eine Stunde lang zu regnen. Das war dann weitaus weniger schlimm als die zahlreichen Sch*** DM Rufe und das bekloppte Benehmen einiger zugedröhnten Halbstarken. Kaum anzunehmen das dies Placebo Fans waren. ..ohne Zugaben verliessen Placebo die Bühne und wiederholt Sch*** DM Rufe machten die Runde. Das Feld vor der Bühne leerte sich, die Rowdies fingen an die DM Bühne aufzubauen. Kaum 200 Fans verloren sich 45 Minuten vor 22.30 Uhr vor der Bühne, der Regen hatte aufgehört als das schon kultige DJ Set angespielt wurde. Spätestens bei Motor - Yac ( dem stampfenden "it`s over" Song ) füllte sich der Raum vor der Bühne schnell. Aber immer noch die Frage: unsere gestylten Depeche Mode HIER an "diesem Anlass"? Doch dann...

Good evening Interlagus, König Dave begrüsst sein Fussvolk am Fusse der Jungfrau
" see the stars, they're shining bright Everything's alright tonight." Mit viel besserer Stimme als noch bei Rock am Ring und die Band frischer als bei den beiden Hallenkonzerten in der CH. Das ganze Konzert war nach knapp 1.40h schon wieder vorbei. Kleine Panne nach Home, wo man die Backing Tapes von JTR statt von In your room starten liess. Höhepunkte und seit langem wieder im Repertoire: Stripped und als zweite Zugabe Photographic. Letzteres liess die Fans total durchdrehen und man darf sich auf das nächste, reguläre Konzert in Locarno freuen. Hoffentlich mit Kugel und Nothing`s Impossible und einem dritten Martin Song.
Mann des Abends neben Dave Gahan: Petrus, er liess keinen Regentropfen zu während der DM Show. Dumm gelaufen für die Leute, welche sich Placebo angeschaut hatten und anschliessend im Trendy Wet Look auf DM ausharren durften..

Thomas Fink


Nach dem wirklich hochwertigen Konzert im Zürcher Hallenstadion, wollten wir uns das erste Schweizer-Festival-Konzert von Depeche Mode in Interlaken auf keinen Fall entgehen lassen.

Insgesamt haben wir mit 6 Leuten abgemacht. Da wir aber noch nicht vollzählig waren, machten wir uns vorerst daran, das Gelände anzusehen und einige Stücke der Band „Live“ anzuschauen. Nachdem wir alle komplett waren, verpflegten wir uns und machten uns anschliessend auf den Weg zur Hauptbühne. Reihe 1 war unser Ziel.

The Sisters of Mercy hatten zwar einige neue Stücke im Gepäck. Der Auftritt bot aber überhaupt nichts Aussergewöhnliches. Die Stimme von Andrew Eldrich konnte man überhaupt nicht hören. Irgendwie ist dieses düstere Goth-Rock Zeug ja auch langsam vorbei.

Bei Placebo nahmen die Quetschwellen in den vordersten Reihen langsam zu. Während ihres Auftrittes regnete es in Strömen. Dennoch boten sie eine wirklich gute Show und das eher jüngere Publikum ging voll mit.

Der Regen wollte auch kurz nach Ihrem Auftritt nicht abbrechen und die Festival-Crew war etwas sprachlos, was denn nun zu tun sei, da der Wind die ganzen Synthies verregnete. Um 21:50 liess der Regen nach und das mittlerweile für Mode-Fans legendäre DJ-Pre-Set nahm seinen Lauf. Die Spannung stieg. Um 22:30 ging es los. Die Bühne war etwas schlichter gestaltet. So fehlten zum Beispiel die unteren 3 Leinwände. Die Kugel auf der linken Seite war auch nicht vorhanden. Trotzdem schafften es die Herren wieder einmal das Publikum gleich vom ersten Ton an zu begeistern. Mit einem lauten Good Evening in Interlaken begrüsste uns Dave. Das Konzert nahm seinen Lauf. Es folgten die Klassiker A Question of time, Precious, Walking in my Shoes. Martin gab Home zum Besten. Auf Nothing Impossible wurde bereits wie in Imola (I) verzichtet. Eigentlich schade, denn auf dieses Stück hatten sich die zahlreich angereisten Mode Fans doch sehr gefreut. Trotzdem boten Dave und Co eine wirklich perfekte Show. Die Stimmung war ebenfalls sehr gut. Nach Never let me down Again war Schluss. Einziger Schwachpunkt war die etwas hochgelegene Bühne. Die Leute in den ersten Reihen konnten so kaum einen Blick auf den hinteren Teil der Stage werfen. Das Setlist war ebenfalls sehr kurz.

Ich freue mich bereits jetzt schon auf die weiteren Konzerte und bin über-zeugt, dass auf der Piazza Grande in Locarno die Leute wieder voll auf Ihre Kosten kommen.


Thomas

 


Depeche Mode überzeugten in Interlaken

Nach langem Ueberlegen entschied ich mich doch noch dafür, ans Greenfield-Festival zu gehen. Das war gut so, denn ich wurde alles andere als enttäuscht!

Die Reise konnte also beginnen. Wunderbares Wetter schien den Tag perfekt zu machen. Leider wurde es etwas hektisch, da die Bahn plötzlich einen Defekt hatte. So musste man noch einige Male umsteigen und landete zwischendurch auch noch in einem Car, der randvoll war. Nicht gerade das, was ich mir erträumt hatte. Mit etwa 30 Minuten Verspätung war ich endlich auf dem grossen Festivalgelände. Geschafft!

Natürlich war ich wegen Depeche Mode gekommen und erwartete ihren Auftritt schon ganz sehnsüchtig. Beim Konzert von Placebo fing es dann an zu regnen und zu stürmen. Sogar grosse Sonnenschirme hielten dem nicht mehr stand und verabschiedeten sich in die Nacht. Pünktlich zu DM klarte der Himmel wieder auf und die Band konnte loslegen. Endlich!

Von Anfang an fiel mir auf, dass die grosse Kugel fehlte. Störte mich aber wenig, da es grosse Leinwände hatte und diese auch sehr gut wirkten. Zu Beginn sah man darauf einen riesengrossen Mr. Feathers, der auf die Menge runterschaute. DM spielten ein sehr starkes Konzert und man könnte tatsächlich meinen, dass sie schon immer an Festivals aufgetreten sind. Schade fand ich nur, dass mein Lieblingssong „Nothing’s impossible“ nicht gespielt wurde. Hoffe, die Band wird das in Locarno nachholen.

Sie verliessen uns mit dem Klassiker „Never let me down again“ und zeigten einmal mehr, was in ihnen steckt. Mein Blick richtete sich zum Himmel, wo die Sterne hell leuchteten. Dazu sang die Menge: „See the stars, they're shining bright. Everything's alright tonight.“ Ein gelungener Abend ging zu Ende.

Patty

depechemode.ch